Die schönsten und bekanntesten Strände in Kroatien

Die Stimmen, die vor der drohenden Verschmutzung des Adriawassers auch auf der kroatischen Seite warnten, sind nicht überhört worden. Die Situation war zwar immer um einiges besser als drüben an den italienischen Stränden, aber auch hier waren in den 90er Jahren viele Küstenstreifen und Buchten durch Industrieabwässer,und durch die Abwässer größerer Städte und touristischer Ballungsräume bereits gefährdet.

           

Durch rigorose Maßnahmen des kroatischen Staates änderte sich das in kurzer Zeit. Neue Hotelanlagen mußten eigene Kläranlagen bauen, genau so wie die Großen Städte Rieka, Zadar oder Split. So findet man heute an der kroatischen Adria von Istrien bis Dalmatien vermutlich mehr Strände mit sauberem Wasser, als an allen anderen Küsten des Mittelmeers.

Diesen Umstand verdankt die Küste nicht nur der besonderen Rücksichtnahme oder Vorsorge ihrer Bewohner, sondnern einer warmen Strömung aus dem Süden. Sie sorgt dafür, daß der Schmutz schnell von der Küste weggetragen wird. Sandstrände sind auf der kroatischen Seite der Adria viel seltener als auf der italienischen. Fels- und Kieselstrände herrschen vor.

Vor manchen Kieselstränden besteht der Meeresboden bis weit hinaus aus Sand, und oft haben Strömung und Wind hinter einem Felsenkap oder einer Mole feinen Sand herangetragen. In manchen Badeorten hat man für künstliche Sandstrände angelegt oder felsige Ufer vor Hotels und Campingplätzen mit Beton geglättet. An Fels- und Kieselstränden sieht man häufig im seichten Wasser die schwarzen Seeigel – ein Zeichen für sauberes Wasser.

           

Bei den Badegästen sind diese Stachelhäuter eher gefürchtet, denn eine heftigere Berührung mit ihren Stacheln führt zu scherzenden und eiternden Wunden. Wer sich jedoch an seinem
Badeplatz eine seeigelfreie Zone schaffen will, der kann die Stacheltiere vorsichtig greifen und ins tiefere Wasser werfen. Es ist völlig ungefährlich.

Schon seit langem hat man nicht mehr gehört, daß Schwimmer, die sich zu weit ins Meer hinaus gewagt hatten,von Haien angefallen wurden. In der Nähe größerer Häfen und an großen, vielbefahrenen Wasserstraßen besteht jedoch immer die Gefahr, daß ein Hai sich im Kielwasser eines großen Schiffes an die Küste verirrt. Wer aber beim Schimmen in Ufernähe bleibt, kann sich vor diesen Raubtieren ziemlich sicher fühlen. Taucht irgendwo eine gefährlich aussehende Flosse auf, gehört sie meistens nur einem harmlosen Delphin.

An vielen Stränden bieten Pinien einen angenehmen Schutz vor der prallen Sonne. Wer jedoch auf Nummer Sicher gehen will, der sollte sich einen Sonnenschirm mieten oder gleich einen mitbringen. Spezialität Nummer eins an den kroatischen Stränden ist immer noch das Nacktbaden, die sogenannte Freikörperkultur (FKK).

Nirgendwo anders in Europa wird den Nackten, die nahtlos braun werden wollen, so viel Küste und Toleranz geboten wie hier.